Fremdsprachen lernen

Ich bin gerade dabei, meine Schwedischkenntnisse aufzufrischen. Und wie lernt man eine Fremdsprache am besten? Indem man sie hört und spricht. Ein passender Grund, Radio zu hören.

Mit den Fremdsprachen steht es bei mir super: Bis auf Deutsch sind mir alle Sprachen fremd! Außerdem bin ich nicht gerade ein Fremdsprachentalent. Trotzdem, oder gerade deswegen, hatte ich mir vorgenommen, eine neue Sprache zu lernen. Meine Wahl fiel aus einem komischen Grund auf Schwedisch: Vor Jahren war ich einmal in dem berühmten schwedischen Möbelhaus und griff zu einem Buch, was eigentlich zur Dekoration diente. Der Text war schwedisch und ich fing an zu lesen. Ich verstand ziemlich viel und war deswegen verwundert. War schwedisch so einfach? Irgendwann nahm ich mir vor, wenigstens ein bisschen diese Sprache zu lernen. Vor zwei Jahren hatte ich das schon einmal in Angriff genommen, musste dann aber eine Pause einlegen.

Jetzt geht es allerdings weiter. Unsere Lehrerin ermahnte uns, täglich mindestens fünf Minuten Schwedisch zu hören und zu sprechen. Zum Glück leben wir in Zeiten des Internet, was das Hören um einiges einfacher macht. Fernsehen fiel allerdings für mich raus, da ich nicht ständig von flackernden Bildern abgelenkt werden möchte. Radio ist als Hintergrundbeschallung schon besser. Mit Hilfe einer Radioliste fand ich schnell einige schwedische Sender. Zwei Sender werde ich jetzt regelmäßig hören.

Der eine Sender bringt Musik bis zu den 1990ern. Gesprochen wird „nur“ bei den Nachrichten und in der Werbung. Diesen Sender höre ich tagsüber und er dient dazu, mich in die Sprache reinzuhören und bei den Nachrichten vielleicht etwas zu verstehen. Ansonsten gefällt mir einfach die Musikmischung.

Der zweite Sender dient dazu, mein Hörverständnis zu trainieren. Hier wird viel gesprochen. Gestern habe ich zum Beispiel lange das Wetter angehört (dieses wird jeden Tag ungefähr 10 Minuten für ganz Schweden auseinandergenommen) und danach kam ein Bericht über den Flugzeugabsturz. Einiges habe ich verstanden, da ich ja bereits die Zusammenhänge kannte.

Etwas ist mir bei dem Bericht auch aufgefallen: O-Töne wurden auf dem schwedischen Sender komplett in Originalsprache ausgestrahlt und dann erst übersetzt. In diesem Fall ein Interview mit einem Franzosen und eines mit unserer Bundeskanzlerin. Etwas, was ich hier in Deutschland noch nie gehört habe, da hier die Übersetzungen über den O-Ton gesprochen werden. Es lohnt sich also, auch mal ausländische Sender zu hören. Nicht nur, um eine Sprache zu lernen.

Über den Autor

Falk Döring
Falk ist der Gründer von stubenradio.de. Einige Jahre war er Moderator und stellvertretender Sendeleiter in verschiedenen Webradios und kennt das typische Auf und Ab. Eines Tages hatte er die Nase voll und hörte auf zu moderieren. In diesem Blog veröffentlicht er seine Erfahrungen, gibt einen Blick hinter die Kulissen und gibt Tipps und Tricks rund um das Thema Webradio.

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