Icecast als Streamingserver

Vor einiger Zeit bin ich schon einmal auf den Icecast-Streamingserver zu sprechen gekommen. Dieses Programm kannst Du zum Streamen Deines Webradios nutzen, oder einfach Deine private Musiksammlung in deiner Wohnung verbreiten. In diesem Artikel möchte ich dir den Streamingserver etwas genauer vorstellen.

Was ist der Icecast?

Icecast ist ein Media-Server, der unter Linux und Windows läuft. Er unterstützt die Musikformate OGG-Vorbis, MP3 und einige andere. Damit sind wir schon einmal gut ausgestattet. Ein weiteres Plus: Das Programm ist Open Source. Das heißt, der Quelltext steht für jeden offen und jeder kann an dem Server weiterentwickeln. Für die Verwendung musst Du nichts bezahlen.

Wie funktioniert der Icecast?

Der Icecast ist im Prinzip die Vermittlungsstelle zwischen Deiner Radio-Software und Deinen Hörern: Die Radio-Software streamt Deine Sendung zum Icecast und Deine Hörer können über Icecast Deine Sendung hören. Das ist auch schon die ganze Magie.

Wie richte ich den Icecast ein?

Zunächst muss Icecast installiert werden. Ich präferiere die Installation auf einem Linux-System. Hier hast Du die Wahl, ob Du Icecast über Deine Distribution oder von der Homepage installierst.

Arbeitest Du lieber unter Windows, kannst Du Dir den Server auf der Homepage runterladen.

Icecast wird über eine XML-Datei konfiguriert. Da das Einrichten ziemlich umfangreich ist, gehe ich nicht im Detail auf alles ein. Die Dokumentation ist übersichtlich und umfangreich. Diese findest Du auf der Homepage des Projektes.

Wichtig ist zunächst, dass Du einen Zugang für das Backend einrichtest sowie für das Streamen. Nach dem Start steht denn der Server standardmäßig über den Port 8000 bereit.

Was kann Icecast?

Icecast kannst Du als einfachen Streamingserver nutzen. Brauchst Du „mehr Power“, findest Du in der Dokumention die Anleitung zum Erstellen von Master-Slave-Servern. Die Erfinder von Icecast bieten Dir auch die Möglichkeit, Dein Radio über „Yellow Pages“ bekannt zu machen. Das ist eine Art Adressbuch für Webradios.

Auf der Homepage findest Du eine Liste mit Client-Software, mit denen Du Deine Musik zum Icecast-Server streamen kannst. Möchtest Du eine Art AutoDJ einrichten, findest Du auf der Webseite des Projektes einen Client namens Ices, der für Dich die Aufgabe übernehmen kann.

Praktisches Beispiel: Airtime

Mit Airtime kannst Du Deine Sendungen Planen und Musik streamen. Das Projekt nutzt zum Streamen Icecast. Bevor Du Dir überlegst, einen eigenen Stream aufzusetzen, solltest Du vielleicht einen Blick auf Airtime werfen. Vielleicht nimmt Dir diese Software schon einige Aufgaben ab.

Zum Schluss

Icecast ist ein umfangreicher, aber auch einfacher Media-Server. Er läuft auf Linux und Windows und ist kostenlos. Die Dokumentation ist zwar nur auf englisch, dafür allerdings umfangreich. Möchtest Du Deinen Stream selber hosten, ist Icecast auf alle Fälle einen Blick wert.

Über den Autor

Falk Döring
Falk ist der Gründer von stubenradio.de. Einige Jahre war er Moderator und stellvertretender Sendeleiter in verschiedenen Webradios und kennt das typische Auf und Ab. Eines Tages hatte er die Nase voll und hörte auf zu moderieren. In diesem Blog veröffentlicht er seine Erfahrungen, gibt einen Blick hinter die Kulissen und gibt Tipps und Tricks rund um das Thema Webradio.

Schreiben Sie einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.